Klimaschutz – betrifft mich nicht?
Warum wir nicht daran vorbeikommen, uns mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen.

Die Wissenschaft weist seit über 30 Jahren auf die Folgen des Klimawandels hin, jedoch brauchte es ein mittlerweile 17-jähriges Mädchen wie Greta Thunberg und eine geballte Kraft an jungen Menschen quer über den Erdball, um dieses Thema in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. Den immer weiter voranschreitenden Klimawandel zu bremsen und sich an seine Folgen anzupassen stellt eine noch nie dagewesene politische Herausforderung dar. Denn die Erderwärmung betrifft uns alle!

Unser CO2 Fußabdruck

Wir alle sind dazu aufgerufen, den CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, was auch bedeutet unseren Lebensstil zu hinterfragen. Und eine Änderung des Lebensstils kann auch zu mehr Lebensqualität führen: denn brauchen wir wirklich einen noch größeren Fernseher oder ein noch teureres Auto, um mehr Wohlstand zu erlangen? Derzeit wird Lebensstil nämlich nicht mit Qualität, sondern mit Quantität und Materialismus bemessen. Lebensqualität würde aber ein Wertesystem beinhalten, nach dem sich viele sehnen. Dem Wunsch nach echter Anerkennung, nach Wertschätzung, aber auch nach Gerechtigkeit und Solidarität – diese Werte sind CO2-frei und machen garantiert glücklich.

Welche konkreten Maßnahmen hat Kärnten bereits gesetzt?

Mit nachhaltigen Programmen wie E5 für energieeffiziente Gemeinden, KEM Klima- und Energiemodellregionen, KLAR Klimaanpassungsregionen und dem Klimabündnis werden mittlerweile fast 90 % der Kärntner Bevölkerung erreicht. Der Gesamtanteil an erneuerbaren Energien beträgt aktuell bereits weit über 50 %. Um die Herausforderungen der Zukunft noch besser zu bewältigen, muss uns bewusst werden, dass Umwelt- und Klimaschutz als Querschnittsmaterie betrachtet werden muss. Mit der bereits 2019 eingeführten Klima-Agenda als referatsübergreifendes Steuerungssystem hat Kärnten seine Vorreiterrolle erneut bewiesen. Diese zielt auf eine gesamtheitliche Vorgangsweise im Bereich Klimaanpassung und Klimaschutz ab, quer über alle Bereiche der Regierung.

Fridays for Future & Co

Auch NGO’s, Interessensgruppen und Initiativen wie etwa „Fridays for Future“ werden aktiv miteingebunden. Wichtig ist mir nämlich, dass die Vorschläge der Jugendlichen für eine klimafreundliche Zukunft nicht nur Gehör finden, sondern auch bei politischen Entscheidungsprozessen miteinfließen. Es geht um die konkrete Mitgestaltung im Rahmen eines gemeinsamen Thinktanks für eine lebenswerte Zukunft.

Mehr Lebensqualität

In diesem Sinne lade ich auch Dich dazu ein, darüber nachzudenken, ob im täglichen Leben z. B. die nächste Autofahrt wirklich so notwendig ist, oder ob es nicht sinnvoller wäre, sich mit dem Nachbarn oder der Nachbarin auf ein nettes Gespräch zu treffen und abzuklären, ob man nicht fallweise gleiche Wege hat. Denn stell dir einfach einmal vor, deine Kinder könnten nicht in der selben lebenswerten Umwelt oder mit derselben Lebensqualität, die wir heute vorfinden, in Zukunft leben. Dafür möchte ich als Umwelt- und Klimaschutzreferentin des Landes Kärnten weiterhin sorgen.

Sara Schaar, 16.1.2020

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